Warum ich EOR nicht traue

Mai 21st, 2014 | Posted by Tanja in Allgemein

Nun denn, ich bin also ein Totengräber meines Vereins. Ich gebe alles für ihn, meine Freizeit, mein Geld, meine Gesundheit, aber das reicht nicht! Nach der Meinung vieler HSV-Mitglieder soll, nein: muss ich für HSVPlus stimmen, wenn ich echter HSVer sein will. Meine Überzeugungen interessieren dabei einen Scheißdreck. Dass HSVPlus die Mitgliederrechte auf ein Minimum reduziert: egal, die Mitglieder haben gefälligst keinen Einfluss zu haben. Dass Herr Kühne mittels Strohmann offiziellen Einfluss auf unsere Transfers bekommt (mehr als jedes Mitglied – die haben nämlich gar keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft): egal, dafür bekommen wir Millionen (von denen wir den Kredit für Kühnes Wunschspieler an Kühne abbezahlen können). Dass HSVPlus mit schon fast putinesken Zügen, die gesamte Macht im Verein an sich reißt: egal, wir haben dann ja 83er (!eins!11!) und Beiersdorfer und Bayern-Fans und Wirtschaftsgrößen, die man auf der ganzen Welt kennt und endlich keine Möglichkeit der Gegenwehr durch die Mitglieder mehr! Dass die HSV AG die Raute als Marke übertragen bekommt und damit letztlich machen kann, was sie will: egal, der e.V. kann die Marke ja auch eintragen, muss sich nur bei jeder Verwendung für Marketingzwecke die Erlaubnis der AG bzw. SportFive einholen. Das habe ich gefälligst zu bejubeln und auf gar keinen Fall zu hinterfragen (upsi…).

Nein, ich bin kein Traditionalist, kein Ultra, nicht mal SC-Mitglied, ich bin für eine Ausgliederung – nur nicht nach HSVPlus-Modell. Ein sehr geschätzter Bekannter von mir ist HSVPlus-Befürworter – ich akzeptiere seine Meinung, auch wenn ich sie nicht teile. Dieser Bekannte schrieb neulich, dass man quasi eine Wette eingeht und er sein Geld halt auf HSVPlus setzt. Diesen „leap of faith“ wage ich nicht, denn der Schritt lässt sich nicht rückgängig machen. Und vor allem: Ich vertraue einfach Ernst Otto Rieckhoff nicht annähernd genug!

EOR ist seit Jahren Teil des strukturellen Problems: Bei der unsäglichen Sportchefsuche war er mittendrin, auch den Rauswurf von Bernd Hofmann und Katja Kraus hat er mitgetragen, ebenso wie die Ernennung und vor allem die vorzeitige und unnötige Vertragsverlängerung von Carl Edgar Jarchow.
Anderen wird vorgeworfen nur an ihre Pöstchen zu denken, EOR kommt immer dann mit Änderungsplänen, wenn er seine Felle davon schwimmen sieht. Die Verkleinerung des AR hätte 2012 mehr Stimmen bekommen (evtl. auch die nötigen 75%), wenn EOR nicht gefordert hätte, dass nicht nur er (seine Amtszeit lief aus), sondern alle sich neu zur Wahl stellen sollten. Was folgte war seine Demission, weil er auch selber wusste, dass er nach der Aktion geringe Chancen hatte, gewählt zu werden und sich deshalb lieber als Märtyrer präsentierte. Und dann folgte die nächste Selbstdarstellung, diesmal in Form des Retters und Visionärs. Egal, wie oft EOR betont, dass er keine Position in der AG anstrebt, so sind doch die designierten Aufsichtsräte und anderen kolportierten Personalien alle von seinen Gnaden (erwähnte ich schon „putinesk“?).
Und ganz ehrlich? Nachdem ich die Schmierenkomödie im Januar von Herrn Hilke miterleben durfte, warte ich nur darauf, dass EOR von irgendwelchen Steigbügelhaltern „angefleht“ wird, sich doch als HSV-Präsident zur Wahl zu stellen…

Mir ist das alles zu dreckig, undurchsichtig und endgültig. Ihr könnt mich dafür gerne zerreißen, Totengräber nennen, mich sonstwie beschimpfen – es ist mir scheißegal! Aber ebenso wie im Abstiegskampf will ich mir hinterher nicht vorwerfen lassen müssen, ich hätte mich nicht gewehrt und alles für den Verein und meine Überzeugungen getan.

NUR DER HSV!

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17 Responses

  • Leap of faith. Sehr schön. Es gibt wohl kaum eine bessere Beschreibung.

    Auch ich sehe eine Ausgliederung als absolut notwendig an. Und auch ich würde mir in einzelnen Punkten andere Lösungen wünschen. Aber ich bin der Meinung, dass es jetzt eine Chance gibt, und dann nicht mehr. Wir haben schlicht keine Zeit mehr.

    Es ist jetzt seit einem Jahr klar, dass etwas passieren wird. Und bis heute habe ich keine einzige tragbare Alternative gesehen. Keiner, der sich die Mühe gemacht hat, eine Lösung auszuarbeiten, die auch nur halbwegs gar ist. Das einzige, was ich gesehen habe, ist Blockade, Verhindern. Und plötzlich, kurz vor Schluss, soll es einen Dialog geben, wenn man noch ein bisschen mehr Zeit bekommt? Die Zeit hatten die Gegner, und sie haben sie verstreichen lassen.

    Ja, EOR ist ein Teil des Problems gewesen. Aber er stellt sich gewissermaßen seiner Verantwortung, anstatt wie z.B. Hunke zu versuchen, den status quo zu zementieren. Und sollte ihn doch jemand vorschlagen, und er „klein beigeben“ – meine Stimme wird er nicht bekommen.

    Unterm Strich aber wird es ein Stimmen für das kleinste Übel sein. Aber das ist mir – und da bin ich ganz offen – lieber, als in absehbarer Zeit aufgrund der Insolvenz in die vierte Liga zu gehen oder mich weiter mit amateurhaften Entscheidungen eines AR zumzuärgern.

    Also spring ich.

  • nedfuller says:

    Aber aber…
    Es wird doch alles besser werden!
    Der Didi kommt doch. Da hatten wir Erfolg, waren ständig im internationalen Wettbewerb (okay, okay, er hat in einer Winterpause einen 40 jährigen Ersatztorwart gekauft, aber Hey, egal, wir waren in Europa)

    Und dann erst mal die Jugendarbeit unter ihm, ich kann dir 7… warte 5… Nein halt… Wer hat noch mal aus der eigenen Jugend unter Didi den Durchbruch geschafft???

    Aber egal. Wir stellen uns ja auf für Europa.

    Gute Nacht

    • Sascha says:

      Auch vor und nach Didi hat kaum jemand den Sprung aus dem Unterbau nach oben geschafft. Ich würde das nicht unbedingt ausschließlich an seiner Person ausmachen. Es ist ein grundsätzliches Problem, dass wir es nicht schaffen, eine vernünftige Nachwuchsarbeit aufzubauen. Hieran muss dringend gearbeitet werden, egal ob als eV oder AG. Aber: Eine gute Jugendarbeit allein nützt wenig. Gut ausgewählte Transfers auch internationaler Fußballer einer gewissen Qualität sind unabdingbar.

  • SvenGZ says:

    Ich kann Deine Vorbehalte durchaus nachvollziehen, wenn ich sie auch nicht in jedem Punkt teile. Auch bin ich mir der Endgültigkeit dieses „angestrebten“ Schrittes bewusst, schließlich kann man eine Ausgliederung nicht einfach mal eben zurücknehmen.
    Mir ist aber auch klar, dass niemand kommen wird und ein SvenGZ-Konzept, also eines dem ich zu 100% zustimme, auf den Markt werfen wird.

    Und dann ist da dieser absolute Mangel an Alternativen.
    Ein Ferslev war von seinem Rautenherz derart überzeugt, dass er im Januar einen reinen Anti-Plus-Wahlkampf veranstaltet hat, anstatt sein eigenes Konzept der Wählerschaft näher zu bringen. Auf ein weiteres Ausgliederungskonzept warte ich bis heute vergebens.

    Wenn ich höre, dass ein Hunke jetzt auch für eine Ausgliederung ist und wie verklärt ein Manni Kaltz in die Welt guckt (wenn Erfolg da ist kommt auch das Geld) und die alten Zeiten verherrlicht, in denen doch die konzeptionellen Fehler begannen worden sind, schliesst das für mich die programmlose Allianz als Alternative aus.
    Man kann die Herangehensweise von Plus als populistisch empfinden, doch gilt schließlich eine Wählerschaft zu mobilisieren, die eine 75% Mehrheit erreichen kann und das ist nur über Sachlichkeit schwer zu erreichen.
    Ob die 75% zu einem späteren Zeitpunkt überhaupt noch mal erreichbar wären ist genauso hypothetisch wie ungewiss und dann hieße die einzige Alternative zu Plus weiter so.
    Und weiter so geht in meinen Augen gar nicht.

    Ja, der Spruch mit der Wette ist von mir, doch ist nicht jede Wahl eine Art Wette, bei der man versucht sich für das Richtige zu entscheiden, was auch häufig bedeutet das kleinere Übel zu wählen?
    Zu dem kam dieser Spruch auf Twitter und war der Versuch etwas auf 140 Zeichen zu bringen, worüber man auch Bücher schreiben könnte.

    Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass der Weg von und mit HSVPlus der richtige ist und werde mich auch an meinen Worten messen lassen, wobei das natürlich immer den Was-wäre- wenn-Faktor beinhalten würde.
    Von mir wirst Du auch nie etwas von Totengräbereien hören, vor allem nicht, wenn jemand die Vorbehalte so darlegt, wie Du es machst, doch einen (für mich) gangbaren Weg neben Plus konntest Du auch nicht aufzeigen. Und für runde Tische und ähnlichem war schon bisher genug Zeit.

    • Fiete Börnsen says:

      Sven, du sprichst mir aus der Seele!

      Tanja, ich möchte noch einiges hinzufügen
      Otto Rieckhoff macht nicht alles alleine und ich gehe jede Wette ein, daß er nicht Präsident des Vereins wird, allerdings einem Otto Rieckhoff alleine würde ich auch nicht trauen. Aber ich habe großes Vertrauen in das Team um Otto Rieckhoff, vielleicht auch, weil ich das Team kennenlernen durfte.
      Otto hat im letzten Jahr bekanntgegeben, daß er an einer Strukturveränderung arbeiten wird und ALLE aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Ich habe diese Chance genutzt, ich hab ihm gemailt, wir haben telefoniert, ich wusste, wie sich das Konzept entwickelt, ich hab Vorschläge gemacht, einige haben Anklang gefunden andere nicht. Aber das ist halt so, nicht jeder kommt mit seinen Wünschen durch, es müssen Kompromisse eingegangen werden.
      Gleichzeitig habe ich den Kontakt zur SC-AL, zu Hunke, ertel und einigen anderen gesucht und sie gebeten, sich auch zu beteiligen … nada, nichts, überhaupt nichts. Bei der AL bin ich vollends abgeblockt, bei Hunke bekam ich zu hören, daß er doch als erster ein konzept auf die beine gestellt habe und daß man sich gerne seinem konzept anschliessen könne, aber er bestimmt nicht bei Otto mitmacht und von manfred bekam ich nach längerem Gespräch und flehen zu hören, daß man plane ein eigenes Konzept zu erstellen.

      Kurz vor Fertigstellung kam Rautenherz dann noch mit einer „Hoppla hier komm ich“-Mentalität und wollte mitmischen

      Im September wurde das Konzept präsentiert und nach Diskussionen mit Mitgliedern durchaus hier und da noch verändert. Otto und sein Team haben also die Mitglieder mitgenommen, die mitgenommen werden wollten.

      Der Rest hat nur auf Blockade gesetzt. Das Konzept von Manfred & Co war keines, das waren nur kosmetische Korrekturen. Hunke kannte selbst zur MV nicht sein eigenes Konzept und im Konzept der Rautenherzen waren so viele handwerkliche Fehler drin, das war schon hanebüchen.

      Es blieb von 4 Konzepten also nur eines nach, und zwar so überlegen, daß man fast 80% der Mitglieder auf der MV hinter sich hatte.

      Trotzdem haben die anderen es in der gesamten Zeit nur versucht alles zu tun, um HSVPlus zu stören/verhindern. Das Ergebnis war dadurch, daß ihre Wünsche schon wieder nicht berücksichtigt werden konnten, weil sie sich dem verschlossen haben.

      Die Allianz, die sich inzwischen gegründet hat, arbeitet mit lauter Lügen. Das fängt damit an, daß Rebbe 300-500tsd€ erhalten haben soll, geht darüber, daß Raute und Stadion verkauft werden sollen, Ferslev behauptet, die Steuerlast für unseren Verein läge beim Erhalt der Raute im Verein bei 18-20 Mio, Hunke (auch Allianz) hat im Winter noch von einem Wert der Raute gesprochen, der 150 Mio€ entspricht, womit die Steuerlast für den Verein wohl bei 80 mio liegen würde … die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Hedgefond? Sorry, wer investiert Geld in einen Fußballclub, um Geld zu verdienen? Bei hertha, das ja gerne als Beispiel genannt wird, ist das nur geschehen, damit die Hertha nicht uberschuldet ist. Der großteil des Geldes, daß der Hedgefond dort investiert hat, war nämlich ein Darlehen, was die Zeitungen aber nur, wenn überhaupt, im Kleingedruckten stehen haben. Und wenn man sich den zinssatz ansieht, dann kann man davon ausgehen, daß damit auch die ersten 20 Mio verzinst werden. Der Fond arbeit in diesem Fall also als Kreditgeber mit besonderen Rechten.
      Das Gutachten der SC-AL, in dem die Steuergeschichte mit der Raute auch nicht bestritten wird, stammt vom Kölner RA Heyer. Der ist Mitglied von FC Reloaded, die nach der Macht beim FC strebt, die sich unsere SC-AL ergattert hat. Also kann man das gutachten auch ein von HSVgeldern erstelltes Gefälligkeitsgutachten nennen.

      nun, passieren muß was, da sind sich inzwischen wohl fast alle einig. Die meisten sind sich auch darüber im klaren, daß bald was passieren muß, denn nocheinmal eine solche Saison will keiner.
      Und nun geht es um Vertrauen. Wem vertraue ich? Hunke, der keine Skrupel hat, zu lügen was das Zeugs hält mit seinem Kumpel Ferslev, den man ruhigen Gewissens Rechtsverdreher nennen kann? Der SC-AL, die sich auf HSV-Kosten Gefälligkeitsgutachten erstellen lässt, Mitbestimmung und Demokratie anmahnt, aber selber nicht im Geringsten bereit ist, Mitbestimmung und Demokratie in ihrer Abteilung auch nur im entferntesten zu dulden?
      Oder aber dem „Team Rieckhoff“, das als einziger eine Alternative anbietet, die vielleicht nicht zu 100% optimal ist, aber zumindest eine Alternative, die geschäftsfähig, mit Leuten, die professionell arbeiten, so professionell, daß selbst Stephan Rebbe bis zwei Tage vor der Veröffentlichung der Namen nicht wusste, wer für den Aufsichtsrat vorgesehen war, weil alle dichtgehalten haben.

      Ich hoffe, ich habe dir ein klein wenig Angst vor HSVPlus nehmen können 🙂

      • Tanja says:

        Ach Fiete, ich freu mich immer über deine sehr ausführlichen Kommentare, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Du musst mir auch nicht die Angst vor HSV+ nehmen, denn egal, was morgen passiert, ich werde nächste Saison meinen Platz in 22C einnehmen und alles tun, was in meiner Macht steht, um die Mannschaft zu unterstützen.
        Nur überzeugen wirst du mich nicht mehr – aus vielerlei Gründen 😉 Trotzdem freue ich mich auf unser nächstes gemeinsames Bier bei Knappis. 🙂

  • fotolehrling says:

    Hallo Tanja,

    man kann deine Sichtweise verstehen, obwohl sie mir ein wenig zu stark auf eine Person fixiert ist, Aber ok, meine Gedanken zu den Mitgliedsrechten, die auf ein Minimum beschränkt werden.

    Irgendwann in meine Leben wollte meine Beine mich nicht mehr tragen, hatte mein Körper Kraft verloren und fing an gegen sich selbst zu kämpfen. Ich wurde von einem „normalen Menschen“ zu einem Menschen mit Handicap, einem Menschen mit Behinderung. Das ganze ist mit heftigen Schmerzen verbunden, die nur mit Hardcoremedis ruhig zu stellen sind.

    Seit diesem Tag sind meine Rechte als Mitglied auch sehr eingeschnitten und wenn durch Krankheit am Tag der MV flach liege, habe ich keine Rechte mehr. Das betrifft auch nicht nur mich, sonder alle Menschen mit Handicap, Kranke, Alte und Gebrechliche.

    Wenn wir es zu MV schaffen, trotz der Handicaps und z.B. für uns das Recht der Fernwahl einfordern, dann wird durch Verzögerungstaktiken die Entscheidung soweit nach hinten raus geschoben, dass wir keine Chance mehr haben unsere Stimme ab zu geben. Durch windige Taktiken beraubt man mich meine Stimme.

    Du erlebst bei denen Vorbehalten das Gefühl, dass und andere ich seit Jahren erleben, man beraubt uns unsere Stimme, einfach nur weil es Gräben im Verein gibt und diesen Gräben ziehen sich durch den ganzen Verein bis in die Mannschaft.

    • der_tim says:

      Die durdchsichtige Methode von HSVplussern Redezeit einzuschränken sobald man seine Meinung kundgetan hat ist genauso verwerflich und kein Deut besser.

      • fotolehrling says:

        Tim, vielleicht sollten wir alles uns die Hand reichen, bevor wir den verein beerdigen müssen 🙂

        Du kommst mit einem Gegenargument dass nicht zieht, schon vor HSVPlus wurde mir das Stimmrecht, die Fernwahl so versagt. Schon vor HSVPlus wurde die MV in die Länge gezogen um es zu verhindern.

        So machen die Plus-Gegner genau das was sie als Argument gegen Plus vortragen. Meine Mitbestimmung verhindern

    • Tanja says:

      Hallo Fotolehrling,

      zunächst mal hoffe ich, dass es dir morgen so gut geht, dass du die MV gut durchhältst!
      Davon ab, glaube ich aber, dass du meinen obigen Text falsch verstanden hast: Ich bin nicht gegen Fernwahl, weil ich weiß, dass es für viele Mitglieder aufgrund von Entfernung oder anderer Einschränkungen nicht leicht ist, am Vereinsleben teilzuhaben. Das hat aber nichts mit HSV+ zu tun, im Gegenteil: Ich glaube weiterhin, dass wir in der jetzigen oder noch besser einer modifizierten Vereinsstruktur mehr Partizipationsmöglichkeiten haben als nach dem kompletten Verwurf unserer Strukturen.

      Wie gesagt, ich hoffe, dass du morgen so fit bist und für deine Rechte kämpfen kannst und bin mir sicher, dass du viele Mitstreiter dafür haben wirst!

  • Mark says:

    Oh Man… Natürlich hab ich oder Du weniger Einfluss auf den HSV als ein Kühne. Und das ist auch gut so, denn ein Kühne kann den HSV finanziell helfen. Wir nicht. Wir haben nur das Stammtisch-Hintergrundwissen, Kühne hat einen Top-Mitarbeiter abgestellt der den HSV professionell nach vorne bringt. Das ist sein Job. Wir haben andere Jobs. Deshalb möchte ich gar keinen Einfluss in den Verein haben. Es ist zuviel Verantwortung. Das sollen lieber Profis machen. Ich sag meinem Zahnarzt auch nicht, wie er mir die Zähne zu untersuchen hat.

    Deshalb möchte ich, dass es klare Strukturen gibt, ohne dass sich jeder Hans und Franz dort einmischen können.

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  • Thomas S. says:

    Auch wenn ich die Dinge komplett anders sehe: Ich würde dich nie als Totengräber bezeichnen. Ich verstehe deine „Loslassschmerzen“ sogar sehr gut und halte deinen Standpunkt auch für legitim. Ich will auch kein geheucheltes 99%-Wahlergebnis à la Nordkorea, sondern jeder soll ehrlich abstimmen, den nur das dient dem Frieden.
    Ich glaube allerdings, dass du deine bisherigen Einflussmöglichkeiten über- und deine zukünftigen Einflussmöglichkeiten (erst recht als Bloggerin) unterschätzt.

  • der_rhoener says:

    Ich denke, dass wir am Sonntag keine andere Alternative haben, als für HSVplus zu stimmen. Sollte dies nicht zum Tragen kommen, kann die Totenmesse gelesen werden.
    Die Zeit war lange, um ein Alternativkonzept zu erstellen; sie war lange, um auf den „Gegner“ zuzugehen und/oder tragbare und gute Alternativvorschläge zu erarbeiten. Aber außer der versuchten Demontage von HSVplus kam nichts heraus.

    Noch ein Wort zu den Mitgliederrechten: Welche habe ich denn heute? Es regiert ein Vorstand, den ich nicht möchte. Es gibt einen Sportdirektor, den ich nicht möchte. Man trudelt wirtschaftlich/finanziell immer mehr Richtung Abgrund, und das möchte ich erst Recht nicht. Und was kann ich dagegen tun? Das soll mir doch mal bitte einer aufzeigen, wo ich tatsächlich Rechte einbüße (nicht nur die theoretischen!).

    Auch diese Latrinenparolen, wir wollen erfolgreich spielen, aber uns doch nicht der Kapitaldoktrin unterwerfen. Mein Gott, wacht doch endlich auf! Bundesliga und (noch mehr) der internationale Fußball sind ein Geschäft, hier geht es um Kohle. Nur mit Tradition und ein bisschen Fahneschwenken und Jubelgesänge anstimmen ist noch kein Verein dauerhaft (inter-)national erfolgreich gewesen. Also: Wenn wir in Hamburg wieder guten und über kurz oder lang auch erfolgreichen Fußball sehen wollen, sind wir dazu verpflichtet, am Sonntag für HSVplus zu stimmen. Alles andere bedeutet das Ende des Vereins in den höheren Klassen. Wer aber gerne Kreisklasse anschaut, der kann sich auch anders entscheiden (und dann fleißig seine Mitgliederrechte ausleben, damit er auch mal den Platz abstreuen darf).

  • Hallo Tanja, in meinem aktuellen Blogartikel, „nur der HSV!“, gehe ich u.a.ausführlich auf den Vorwurf angeblicher Totengräberei ein. Sofern hier einseitig Schuldzuweisungen erfolgen, halte ich ihn für Quatsch.

  • Helmut says:

    Jetzt nachdem die Ausgliederung durch ist, gilt es wie Wogen zu glätten und wieder für den HSV einzustehen. Der Wahlkampf ist vorbei, jetzt gibt es nur noch den HSV. Und Beiersdorfer und der neue Aufsichtsrat lässt wirklich sehen, jetzt brauchen Sie nur viel Zeit, unser Vertrauen und Support.. NUR DER HSV!!!

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